Einige Fotos aus dem Archiv von Christian Weischer (Bernkastel-Kues / Trier)
Archiv Seite I - Hintergründe, Daten usw. müssen noch erkundet werden

Home







Herr Christian Weischer (Bernkastel-Kues / Trier) hat mit freundlicherweise einige alte Fotos
zu Bernkastel-Kues aus seinem Archiv zur Verfügung gestellt.
Ich danke ihm herzlich dafür.

Die Bilder sind etwas optisch aufbereitet für die Darstellung im Internet

bild Um 1880/81 - Blick von Süden flussabwärts auf die Stadt. Photo vermutlich Nikolaus Leyendecker.

Blick auf Bernkastel von der Andeler Straße aus Richtung Süden. Das Bild muss um 1880/81 gemacht worden sein, denn das Gebäude der ehemaligen Volksschule Bernkastel steht schon (1882 eingeweiht auf dem Grundstück der alten protestantischen Kirche). Das kirchenseitige Eckhaus an der Brückenkreuzung ist noch alt und das Eckhaus gegenüber (Hotel Römischer Kaiser) als auch das Haus daneben (Hotel Landshut) fehlen noch beide.
Sehr schön zu sehen: etwas rechts von der Bildmitte, einzeln im Weinberg stehend: der "Bulles" (das Gefängnis).

bild Etwa 1882 - Stadtfoto, vermutlich Nikolaus Leyendecker

Blick auf Bernkastel vom Kueser Moselufer aus Richtung Südwesten. Das Bild muss nach dem oberen Bild gemacht worden sein, denn das kirchenseitige Eckhaus an der Brückenkreuzung ist im Bau. Etwa auf Höhe des Moselbahnhofs steht ein großes Wegekreuz. Es steht heute an der Wand der Kreissparkasse ganz in der Nähe.

bild Etwa 1885 - Stadtfoto, vermutlich Nikolaus Leyendecker

Blick auf Bernkastel von der Andeler Straße aus Richtung Süden. Das kirchenseitige Eckhaus an der Brückenkreuzung ist fertig und auch die beiden Hotels rechts von der Brücke. Das Hotel Burg Landshut ist 1883 eröffnet worden.

bild Etwa 1930 ? - Blick in die Kaiserallee, die heutige Saarallee. Photo vermutlich Eduard Junk

Rechts die Einmündung der Triniusstr. und links deren Verlängerung zur Mosel. Rechts das Wilbert'sche Gasthaus mit dem "Spezialausschank der Löwenbrauerei Trier". Im Hintergrund links die evangelische Kirche.
Parken des Autos war noch einfach.

bild Etwa 1933 ? - Blick auf das Haus der Druckerei Oesterreich in der Burgstraße. Photo vermutlich Eduard Junk

Es sieht so aus, als sei das ganze Büromobiliar auf die Straße geworfen worden. Zwei Frauen sehen oben im 1. Stockwerk sehr zurückhaltend auf das Chaos. Die Männer inmitten der Trümmer machen eher einen zufriedenen Eindruck.

Ich danke Herrn Popp, der heute in diesem Haus wohnt, für die folgende Information: Bei der Besetzung durch die Franzosen wurde der "Mosella" Zeitungsverlag verboten. Der Druckereibesitzer Oesterreich übergab die Druckerei an den örtlichen Konkurrenten Oberhoffer, der dort wohl die Gelegenheitsdruckaufträge erledigte. Nach der Verwüstung des Finanzamtes am 25. Februar 1926 wurde in diesem Haus die Finanzkasse eingerichtet.
Offenbar ist das Foto beim Ausräumen der Druckerei entstanden.

Der Name "General-Anzeiger" ist also der Druckerei Oberhoffer zuzuordnen. Dazu ist mir aber noch immer nichts Genaueres bekannt.

bild Etwa 1930 ? - Rektor Franz Lucas inmitten einer Schar junger Frauen. Photo vermutlich Eduard Junk

Franz Lucas könnte einen Taktstock in der Hand haben. Eventuell sein am 7.7.1914 gegründeter "Bernkasteler Damenchor"? Im Hintergrund die Gaststätte "Kath. Vereinshaus Gesellenheim" in der Schanzstr. 17a, später "Gasthof St. Michael", heute nicht mehr vorhanden. Warum der Photograph die Worte "& Biere" und "Mittagstisch" an der Wand notdürftig wegretuschiert hat, bleibt sein Geheimnis.

bild Etwa 1935 ? - Werbeaktion für Nigrin Schuhcreme in der Saarallee. Photo: Eduard Junk

Der "Nigrin"-Mann auf Stelzen. Der Schornsteinfeger war das Markenzeichen für Dr. Gentner's Schuhwichse. Die Stelzenmänner machten viele Jahre lang (auch noch nach dem Krieg) Werbung für diese schwarze Schuhpaste. Hier dekorativ hinter einem alten Auto und Männern mit blinkendem Schuhwerk unter der Burg stehend. Die Aufnahme wurde gemacht von dem Sohn des bekannten Bernkastler Fotografen Josef Junk, Eduard Junk, der das väterliche Photoatelier bis zum Krieg weiterführte unter dem Namen J. Junk.
Die Marke des Autos konnte ich noch nicht herausfinden. Rechts im Hintergrund die Mosel Badeanstalt der Stadt.
Das Auto könnte eventuell ein etwa 1920er Benz 21/50 sein.

bild Vor 1871 - Weinkarte der "Mosel-Dampfschifffahrt"(-Gesellschaft, Trier)

Die Preise sind nur bei drei Weinen und den Schnäpsen ausgefüllt. Das reicht aber, um die Karte von vor 1871 zu datieren, weil die Preisangabe in "Thlr. / Sgr." = Thaler und Silbergroschen erfolgt.
(1 Taler = 30 Silbergroschen = 360 Pfennig).

Das Korkgeld für den Verzehr mitgebrachter Flaschen betrug 3 Sgr. - dafür gab es dann aber auch Gläser.

Ganz unten in einem Wappen der (heute nicht mehr so ganz "politically correct"e) Spruch: "Wer niemals einen Rausch gehabt, das ist kein braver Mann"........

Die Gesellschaft betrieb den Linienverkehr mit den Raddampfern "Mosella", "Balduin" und Blücher".

bild
To Top